Wir sind bei Sonnenaufgang losgelaufen, wobei wir relativ schnell an der Wettersteinhütte ankommen (Martin ist nämlich ein Ausdauertier und irgendwie war es mir möglich, an seinen Fersen zu bleiben) und von dort aus ist es auch nicht mehr weit bis zum Einstieg.
Die erste Seillänge wird von Martin vorgestiegen. Nach einigen kleineren Schwierigkeiten am Anfang (wir sind unaufgewärmt und der Riss am Einstieg ist Kirchenmamor) kommen wir gut voran und sind bald auf dem Gipfel der Scharnitzspitze und haben einen wunderbaren Blick ins Oberreintal. Allerdings können wir diesen Ausblick nicht allzu lang genießen, da uns der starke nd nicht gerade warme Wind unter die Klamotten fährt, schließlich ist es schon November.
Den planmäßigen Abstieg über einen Grat zur östl. Wangscharte (von wo aus man dann 3 Längen abseilt) wollen wir allerdings nicht machen, da schon einiges an hartem Schnee auf dem Grat liegt und wir keine Steigeisen dabei haben. Deshalb seilen wir über die glücklicherweise mit Klebehaken sanierte Hannemann ab, wobei ich von Martin einige nette Tricks fürs Abseilen lerne.
Unten angekommen gibt es dann noch die an sich obligatorische, aber verschobene Gipfeljausn und wir machen uns an den Abstieg.
Obwohl wir nicht sonderlich langsam waren, kommen wir erst bei Sonnenntergang wieder am Auto an, denn noch einmal: schließlich ist es schon November und die Tage werden kürzer.
Das war wohl der Abschluss der Klettersaison dieses Jahr.
An der Wettersteinhütte
In der Route
Blick vom Gipfel der Scharnitzspitze Richtung Inntal (im Hintergrund), rechts im Bild die Hohe Munde
Letzte Abseillänge